Heute ist Samstag, der 15.09.07 ca. irgendetwas zwischen 18.30 und 19.30 Uhr – und ich mag es selbst kaum glauben – ich sitze in meinem Apartment – und das in Rio de Janeiro und um diese Uhrzeit…dazu muß ich allerdings sagen, dass ich am heutigen Tage „umgezogen“ worden bin vom Mercure-Hotel an der Copacabana hin in das „Pontal Beach Resort“ einer Apartment-Anlage im Stadtteil „Recreio“.
Da in den kommenden Wochen das ThyssenKrupp-Büro im „Rio-Sul“ zu allergrößten Teilen aufgelöst wird, ist man also bemüht, alle Angestellten etc. etwas näher in Richtung der Baustelle, auf der nun auch das Verwaltungsgebäude nahezu bezugsfertig ist, wohnhaft zu bekommen…und da sind natürlich zu aller erst die Leute an der Reihe, die ausschließlich auf der „site“ zu tun haben – so wie ich.
Also, heute Morgen noch einmal ein gemütliches Frühstück in meinem bisherigen Hotel, schnell die Koffer gepackt und ab ins Taxi, ca. 45 Minuten Fahrt gen Süd-Osten. Vom Prinzip her eine wirklich schöne Strecke, wenn die Entfernung zu Copacabana / Ipanema etc. nicht so reichlich groß wäre…
Hier angekommen gab es erst einmal kleinere Schwierigkeiten mit doppelt belegten, bzw. gebuchten Zimmern – aber das ist mittlerweile geklärt…worin auch mein derzeitiges Dilemma liegt: Die an sich sehr schön gelegene Anlage hat zwei Seiten – eine zum Meer, die andere zur Hauptstrasse…und an der liegt dazu noch ein durchaus abenteuerlich aussehender Musik/Live-Schuppen, vor dem sich bereits den ganzen Tag ein Haufen von Leuten versammelt hat…und da ich das alles so schön detailliert beschreiben kann, muß ich wohl nicht mehr extra erwähnen, dass mein Apartment genau auf dieser Seite liegt. Dazu kommt noch angenehmerweise, dass die Fenster hier zwar aus Glas bestehen und transparent sind – aber damit hört die Gemeinsamkeit mit dem, was ich von zu hause gewöhnt bin auch schon auf, insbesondere, was etwaige schalldämmende Wirkung angehen könnte... Noch angenehmer wird´s dadurch, dass über dem kleinen Küchenfenster ein Dauerbelüftungsschlitz angebracht ist, der sich dankenswerterweise auch nicht im Ansatz verschließen lässt. Also – man könnte sagen, ich fühle ich jetzt gerade rundum wohl ;). Ich bin nur froh, dass ich ein paar von meinen Gehörschutzpfropfen von meiner letzten Baustelle in Deutschland mitgenommen habe – ich denke, die könnten gleich sehr hilfreich sein.
Aber an dieser Stelle erstmal genug der Nörgelei, die letzte Woche hat auch einiges an positiven Dingen zu Tage gebracht:
Da in den kommenden Wochen das ThyssenKrupp-Büro im „Rio-Sul“ zu allergrößten Teilen aufgelöst wird, ist man also bemüht, alle Angestellten etc. etwas näher in Richtung der Baustelle, auf der nun auch das Verwaltungsgebäude nahezu bezugsfertig ist, wohnhaft zu bekommen…und da sind natürlich zu aller erst die Leute an der Reihe, die ausschließlich auf der „site“ zu tun haben – so wie ich.
Also, heute Morgen noch einmal ein gemütliches Frühstück in meinem bisherigen Hotel, schnell die Koffer gepackt und ab ins Taxi, ca. 45 Minuten Fahrt gen Süd-Osten. Vom Prinzip her eine wirklich schöne Strecke, wenn die Entfernung zu Copacabana / Ipanema etc. nicht so reichlich groß wäre…
Hier angekommen gab es erst einmal kleinere Schwierigkeiten mit doppelt belegten, bzw. gebuchten Zimmern – aber das ist mittlerweile geklärt…worin auch mein derzeitiges Dilemma liegt: Die an sich sehr schön gelegene Anlage hat zwei Seiten – eine zum Meer, die andere zur Hauptstrasse…und an der liegt dazu noch ein durchaus abenteuerlich aussehender Musik/Live-Schuppen, vor dem sich bereits den ganzen Tag ein Haufen von Leuten versammelt hat…und da ich das alles so schön detailliert beschreiben kann, muß ich wohl nicht mehr extra erwähnen, dass mein Apartment genau auf dieser Seite liegt. Dazu kommt noch angenehmerweise, dass die Fenster hier zwar aus Glas bestehen und transparent sind – aber damit hört die Gemeinsamkeit mit dem, was ich von zu hause gewöhnt bin auch schon auf, insbesondere, was etwaige schalldämmende Wirkung angehen könnte... Noch angenehmer wird´s dadurch, dass über dem kleinen Küchenfenster ein Dauerbelüftungsschlitz angebracht ist, der sich dankenswerterweise auch nicht im Ansatz verschließen lässt. Also – man könnte sagen, ich fühle ich jetzt gerade rundum wohl ;). Ich bin nur froh, dass ich ein paar von meinen Gehörschutzpfropfen von meiner letzten Baustelle in Deutschland mitgenommen habe – ich denke, die könnten gleich sehr hilfreich sein.
Aber an dieser Stelle erstmal genug der Nörgelei, die letzte Woche hat auch einiges an positiven Dingen zu Tage gebracht:
Ich finde mich auf der Baustelle – und insbesondere natürlich in „meinem“ Bereich immer besser zurecht, was auch praktisch zur Folge hat, dass die Arbeit auch immer mehr Spaß macht. Zu den bisherigen Eingewöhnungsphasen kommen jetzt auch die ersten Aufgaben, die erledigt werden wollen bzw. werden müssen. Gut die Hälfte meines Tages besteht jedoch derzeit darin, draußen auf der Baustelle wirklich vor Ort zu sein, um den Arbeiten beizuwohnen, denn die Nicht-Anwesenheit eines Vertreters des Auftraggebers wirkt sich im Allgemeinen nicht positiv auf die ohnehin schon nicht überufernde Arbeitsmotivation der Brasilianer aus.
Ansonsten kann ich sagen, dass ich die zweite Woche generell gut überstanden habe, ein paar neue Bekanntschaften im Hotel mit Arbeits- und/oder Thyssen-Mitarbeiten geschlossen habe, und mich eigentlich halbwegs im unmittelbaren Hotelbereich an der Copacabana zu Recht gefunden habe, was Einkaufsmöglichkeiten, Abendessen, Bank etc. angeht. Na ja – eben nun auf ein Neues in Recreio.
Alles was Sightseeing etc. angeht, werde ich wohl irgendwann an den kommenden Wochenenden beginnend in Angriff nehmen; Möglichkeiten dazu gibt´s ja bekanntermaßen reichlich!
Was gibt es sonst noch?
Das Übliche vielleicht:
Das Wetter ist seit zwei Wochen für deutsche Verhältnisse ein Traum – angenehme Temperaturen um die 30° am Mittag und Nachmittag, bisher kein Tag Regen (ich bin schon gespannt, wie dann die Baustelle aussieht, wenn´s denn wirklich mal in die Regenzeit geht ;) ), und – da Rio ja direkt am Meer liegt – ein immer angenehm wehender Wind, der allerdings in Kombination mit dem Sand auf der Baustelle regelmäßig dafür sorgt, dass die Ohren hier am liebsten mindestens zweimal am Tag gründlichst gereinigt werden wollen.
Das Essen – und insbesondere die Art der Brasilianer Fleisch zu schneiden und zuzubereiten – kann ich nur wirklich jedem weiterempfehlen; natürlich gibt es auch hier deutliche Unterschiede in verschiedenen Restaurants (die sich dann aber meist auch preislich auswirken), schlecht gegessen habe ich jedoch bisher noch nicht ein einziges Mal.
Auf der Link-Seite rechts habe ich mittlerweile ein paar Fotos eingestellt – ein paar Aussichten von meiner bisherigen morgendlichen Busfahrt z.T. längs der Copacabana zur Arbeit. Wie die Fahrt ab Montag mit einer anderen „Linha“ aussehen wird, bleibt abzuwarten. Bezüglich der Busfahrt ist es auch sehr interessant zu sehen, wie genau es die Brasilianer und auch die brasilianischen Ordnungshüter mit der Verkehrssicherheit nehmen: Auf meiner letzten Rückfahrt von Santa Cruz (Baustelle) zurück ins Hotel konnte ich ein interessantes Bild (siehe Album) aufnehmen: Ein „kleiner“ Brand auf dem Mittelstreifen der 3-spurigen Hauptverbindungsstraße…ohne, dass sich jemand darum gekümmert hätte, die Straße, oder zumindest eine Spur davon gesperrt worden wäre oder ähnliches…ist ja aber auch nicht ganz unpraktisch – so kann man sich wenigstens das regelmäßige Mähen der Grünstreifen ersparen…
So – das soll es für heute mal wieder gewesen sein – in der Hoffnung, gleich unter Zuhilfenahme der bereits angesprochenen Ohrpfropfen wenigstens halbwegs schlafen zu können…andernfalls hoffe ich, dass ich hier nicht förmlich durch die Wände gehe – die halten nämlich wirklich nichts ab und ich befürchte, ebenso wenig aus.
In diesem Sinne…bis bald!
1 Kommentar:
Hallo Thomas,
is' ja zum Heulen - diese Lärmbelästigung. Wahrscheinlich kommt auch noch das grausame Geräuch aneinander schlagender Palmenblätter dazu, nicht zu vergessen, das enervierende Meersrauschen, das von gegenüberliegenden Gebäuden widerhallt und dann noch die rücksichtslosen Schläppchenträgerinnen, die durch das ständige Klacken nicht nur Deine Nerven ruinieren sondern auch die Oberfläche des nahegelegenen Promenadenpflasters...
So, so, nach Recreio bist Du umgezogen. Heißt das nicht soviel wie 'Freizeit'??? Na, so einen Arbeitgeber wünsche ich mir auch.
Genug des Zynismusses, der wahrscheinlich nur Ausdruck eines tiefen Neides ist. Einzige Frage, die bleibt ist: warum Ohren von Baustellenstaub befreien, wenn Du abends ohnehin einen Gehörschutz brauchst?
Schön von Dir wöchentlich zu hören!
Grüße
Benjamin
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