Sonntag, 23. September 2007

Aller guten Dinge...

„... sind Drei“ – sagt man ja in vielen Fällen, egal ob’s gerade zutrifft, oder vollkommen unpassend ist.
Für mich sind es bereits die zweiten „Drei“ – drei Wochen Brasilien, drei Wochen Rio de Janeiro.
Die ersten „Drei“ – Tage – habe ich nun schon etwas länger hinter mir und die nächsten „Drei“, in Form von Monaten, werden noch ein bißchen auf sich warten lassen. Wirklich viel komplett Neues gibt es eigentlich nicht zu berichten. Ich wohne immer noch im „Pontal Beach Resort“ in Recreio, brauche auch beim augenblicklichen Schreiben dieser Zeilen mir hier selbst keine Musik einzuschalten, da das wieder andere für mich erledigen und dies vermutlich auch noch ein bißchen länger heute Abend tun werden. Aber die Gehörschutzstöpsel liegen ja bereit.

Dieses Wochenende habe ich dann auch zum ersten Mal am eigenen Leibe Bekanntschaft mit der recht wechselhaften Arbeitsmoral der „Inländer“ gemacht. Ohne hier lang ausschweifen zu wollen sei nur soviel gesagt: Ich bin froh, dass ich während meines Studiums schon den ein oder anderen Kontakt mit AutoCAD hatte, aber dafür nach diesem Wochenende leicht rammdösig bin, weil ich vor lauter Koordinaten, Achsen, Punkten, Kreisen und Pfählen das Gefühl habe, durch eine Lochmaske zu schielen.

Nichts desto trotz habe ich mir am heutigen Mittag/Nachmittag eine kurze Pause gegönnt, um die Appartement - eigene Vergnügungslandschaft mal näher in Augenschein zu nehmen und zu nutzen (Bilder siehe Link auf der rechten Seite). Nach Ansicht der Fotos muß man wohl sagen, dass die Anlage schon ordentlich ist – sie steht nur ein bißchen an der falschen Stelle…

Eine kleine Sache noch zu „nach der Arbeit“: Als wir (ja, NOCH sind wir zwei ThyssenKrupp-Mitarbeiter hier in der Bude, ab nächster Woche planmässig nur noch einer) am Freitag aus dem Bus ausstiegen, hatten wir nach kurzem Blick auf unser Hotel und die anscheinend aus allen Öffnungen tretenden nahezu undurchsichtigen, aber auch merkwürdigerweise relativ geruchslosen Qualmwolken die kurze Befürchtung, die ganze Hütte würde in Flammen stehen – was sich dann, Gott sei Dank, als eine mir neue Variation der Mückenvertreibung herausstellte.

Trotz allem, werde ich in der kommenden Woche mal verstärkt ergründen, welche Wohnmöglichkeiten es hier oder wieder Richtung Copacabana / Ipanema noch gibt, denn auf Dauer ist die Rumgurkerei mit dem Taxi für jeden noch so kleinen Grund reichlich lästig... ...obwohl das gestern Abend mit den abgedunkelten Fensterscheiben gar nicht mal so ungünstig war nach meinem ersten Friseurbesuch hier…

Ansonsten – ich lebe noch, mir geht’s den Umständen entsprechend gut, mein Portugiesisch ist immernoch quasi nicht vorhanden (ich hoffe, es gibt bald wieder einen Anfänger-Kurs), das Essen und insbesondere das Fleisch ist immer noch ein Gedicht, die Caipis schmecken nach wie vor exzellent, und ich habe es bis heute geschafft, keinen Sonnenbrand abzubekommen…nur so richtiges Leben ist "hier draussen" in Recreio leider kaum möglich...abgesehen davon ist "zu Hause" garnicht mal so schlecht...

PS: Ob der „Inländer“ gerne Currywurst isst, ob ich mittlerweile aufgehört habe, meine Ohren zu reinigen oder alternativ einen Bauchladen eröffnet habe, über den ich geräuschdämmende und pflasterschonende Auflagen für brasilianische Schläppchen an mehr oder auch weniger zarten Füssen verhökere, wie die Brasilianerinnen mit ihren Haustieren Eishockey spielen…oder ob der Brasilianer sich jetzt bereits in Deutschland bei Aldi & Co. mit Adventskalendern, Spekulatius, Dominosteinen und Schokoweihnachtsmännern eindeckt, um diese unbemerkt ins Land zu schmuggeln und den einheimischen Supermärkten das Weihnachtsgeschäft zu versauen......das alles gibt es in der nächsten Episode von:

„Warning. Before getting in, make sure, the lift is in this floor.“

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ciao Thomas,

schön wieder ein paar Fotos von deinem "Arbeitsort" zu sehen. Ich hoffe du kommst viel rum. Ich habe die letzten zwei Wochen bis spät in der Nacht in der Arbeit gesessen.
Aber ich mache mir langsam Sorgen, anstatt ein paar Frauen abzulichten taucht da ein Mann im roten Polohemd auf. Mach doch mal Fotos von den heimischen "Schläppchenträgerinnen"!!!

Gruß Adam