…schlägt mir mein wöchentlicher, immer noch per eMail kommender „Aachener-Mensa-Speiseplan-Newsletter“ vor.
Trotz dieses arg verführerischen Angebots werde ich mich wohl morgen wieder für eine kleine Auswahl unterschiedlichster Salate und Gemüse, garniert mit einer Kollektion von wunderbaren Churrasco in einem „comida a kilo“- Restaurant entscheiden…
Wie aus dem Eingang dieser Zeilen zu lesen ist, bin ich der hiesigen Küche also auch nach weiteren drei – und damit nun bisher 6 Wochen, noch nicht überdrüssig geworden…seien es nun die festen (Fleisch, Gemüse, Fleisch, Obst, Fleisch), oder die flüssigen (Caipirinha, Kokoswasser, Caipirinha, Bier, Caipirinha) Grundnahrungsmittel :) .
Die kulinarischen Köstlichkeiten sind jedoch nur ein Teil, der im Moment dafür sorgt, dass mir die Zeit hier wie im Flug vergeht. Meine Arbeit wird von Woche zu Woche interessanter, abwechslungsreicher und auch „selbstständiger“, ich lerne von Rio immer mehr kennen…und die Wochenenden…sind bisweilen anstrengend :) - übrigens auch ein Grund, weswegen ich nach anfänglichem, regelmäßigen Tagebucheinträgen hier in der letzten Zeit ein wenig geschludert habe…das, was Rio bietet, ist kaum zwischen ein paar Zeilen hier zu quetschen…deswegen vielleicht nur eine kleine Auswahl:
Wie auf den Bildern in meinem Fotoalbum unschwer zu erkennen, bin ich am letzten Wochenende auf dem Corcovado gewesen und habe mir die Christusstatue, die man als normal-zivilisierter Mitteleuropäer eigentlich nur von Postkarten oder Reiseführern kennt, mal aus nächster Nähe angeschaut. Das Ganze war schon reichlich beeindruckend – zum einen, diese unglaublich große Statue, die einem aus der Ferne betrachtet, nicht sonderlich gewaltig vorkommt, und dann dieser Blick über die 6 Mio-Stadt Rio de Janeiro. Die Bilder können leider nicht annähernd das zum Ausdruck bringen, was man empfindet, wenn man das erste Mal von dort oben herab auf Rio, seine Stadtteile, Wälder, Küsten und Strände schaut. Unglaublich.
Ebenso unglaublich ist auch, wie wir auf den Berg nach oben und auch hinterher sicher wieder heruntergekommen sind…man muss dazu wissen, dass der Sprit hier in Brasilien zwar deutlich günstiger als bei uns in Deutschland ist, aber in Relation zum Durchschnittsgehalt des Brasilianers gesetzt, sehr teuer ist. Also wird hier viel mit Gas, Alkohol, oder auch einer Mischung von Benzin und Alkohol gefahren…was der Leistungsausbeute eines Motors nicht eben zuträglich ist. Und unser Taxi war ein leidlich gut erhaltener Opel Corsa mit einem 1,0 l Motor.
Dafür war der Taxifahrer umso freundlicher, hat uns für einen Pauschalbetrag von 90 reais vom Hotel aus bis auf den Corcovado gefahren, hat uns dort eine Stunde Zeit gelassen, uns anschließend wieder abgeholt und uns noch bis zum Rio Sul (Büroturm & Einkaufszentrum) gefahren...der Geruch der Bremsen bei der Bergabfahrt ist mir allerdings bis heute noch gut im Gedächtnis geblieben – immerhin braucht man den Motor ja ausschließlich zur Fortbewegung ;).
Das Wochenende zuvor haben wir eine kleine Tour durch den „Centro“-Stadtteil unternommen. Touristisch sicher nicht so bekannt, wie Corcovado oder Zuckerhut (der hier übrigens Zuckerbrot - „Pao de Acucar“ - heisst), aber auch sehr sehenswert – besonders die kleinen Sträßchen im anschließenden Stadtteil „Lapa“, in denen am Wochenende die Stimmung und der Samba in alter Tradition hochkocht.
In Lapa liegt auch das „Rioscenarium“, in dem wir gestern abend gewesen sind. Antiquitätensammelsurium Kneipe, Restaurant, Theater, Livemusik, Club, ein was auch immer – so etwas habe ich bisher noch nicht gesehen. Muß man sich selbst versuchen ein Bild zu machen. http://www.rioscenarium.com.br/ Beeindruckend.
Bei all diesen Sehenswürdigkeiten und kulturellen „Highlights“ darf man natürlich nicht die ein oder andere Stunde am Strand von Ipanema vergessen, die man immer mal wieder dazwischen schieben kann…
…allerdings habe ich langsam das Gefühl, dass wenn in Deutschland die Kinder zum 18. Geburtstag einen Führerschein geschenkt bekommen, bekommen in den besseren Gegenden hier die Jungs ein Jahresabo für Fitnessstudio und Testosteronbehandlung und die Mädels zwei Körbchengrößen mehr… ;) - soviel "Kunst" am Menschen und insbesondere an der Damenwelt habe ich bisher noch nirgends sonst gesehen...
Nächstes Wochenende wird´s dafür dann etwas weniger „brasilianisch“ zugehen…um 7.00 Uhr am Samstag geht’s mit dem Bus los Richtung Interlagos/Sao Paulo zum letzten Rennen & Titelentscheidung der Formel 1…mit Sicherheit auch wieder einen Tagbucheintrag wert.
PS: Mittlerweile habe ich zwei weiter Umzüge hinter mir - zwar "nur" innerhalb der Appartementanlage - aber es hat sich gelohnt. Mein Appartment ist jetzt zweistöckig aufgeteilt und ich muß beim morgendlichen Aufwachen den Kopf maximal drehen, jedoch noch nicht einmal heben, um einen Blick auf den Strand zu genießen...
PPS: Auch die Brasilianer stellen die Uhr hin und her - seit diesem Wochenende sind´s noch 4 Stunden Zeitunterschied zwischen Rio und Deutschland :).
Trotz dieses arg verführerischen Angebots werde ich mich wohl morgen wieder für eine kleine Auswahl unterschiedlichster Salate und Gemüse, garniert mit einer Kollektion von wunderbaren Churrasco in einem „comida a kilo“- Restaurant entscheiden…
Wie aus dem Eingang dieser Zeilen zu lesen ist, bin ich der hiesigen Küche also auch nach weiteren drei – und damit nun bisher 6 Wochen, noch nicht überdrüssig geworden…seien es nun die festen (Fleisch, Gemüse, Fleisch, Obst, Fleisch), oder die flüssigen (Caipirinha, Kokoswasser, Caipirinha, Bier, Caipirinha) Grundnahrungsmittel :) .
Die kulinarischen Köstlichkeiten sind jedoch nur ein Teil, der im Moment dafür sorgt, dass mir die Zeit hier wie im Flug vergeht. Meine Arbeit wird von Woche zu Woche interessanter, abwechslungsreicher und auch „selbstständiger“, ich lerne von Rio immer mehr kennen…und die Wochenenden…sind bisweilen anstrengend :) - übrigens auch ein Grund, weswegen ich nach anfänglichem, regelmäßigen Tagebucheinträgen hier in der letzten Zeit ein wenig geschludert habe…das, was Rio bietet, ist kaum zwischen ein paar Zeilen hier zu quetschen…deswegen vielleicht nur eine kleine Auswahl:
Wie auf den Bildern in meinem Fotoalbum unschwer zu erkennen, bin ich am letzten Wochenende auf dem Corcovado gewesen und habe mir die Christusstatue, die man als normal-zivilisierter Mitteleuropäer eigentlich nur von Postkarten oder Reiseführern kennt, mal aus nächster Nähe angeschaut. Das Ganze war schon reichlich beeindruckend – zum einen, diese unglaublich große Statue, die einem aus der Ferne betrachtet, nicht sonderlich gewaltig vorkommt, und dann dieser Blick über die 6 Mio-Stadt Rio de Janeiro. Die Bilder können leider nicht annähernd das zum Ausdruck bringen, was man empfindet, wenn man das erste Mal von dort oben herab auf Rio, seine Stadtteile, Wälder, Küsten und Strände schaut. Unglaublich.
Ebenso unglaublich ist auch, wie wir auf den Berg nach oben und auch hinterher sicher wieder heruntergekommen sind…man muss dazu wissen, dass der Sprit hier in Brasilien zwar deutlich günstiger als bei uns in Deutschland ist, aber in Relation zum Durchschnittsgehalt des Brasilianers gesetzt, sehr teuer ist. Also wird hier viel mit Gas, Alkohol, oder auch einer Mischung von Benzin und Alkohol gefahren…was der Leistungsausbeute eines Motors nicht eben zuträglich ist. Und unser Taxi war ein leidlich gut erhaltener Opel Corsa mit einem 1,0 l Motor.
Dafür war der Taxifahrer umso freundlicher, hat uns für einen Pauschalbetrag von 90 reais vom Hotel aus bis auf den Corcovado gefahren, hat uns dort eine Stunde Zeit gelassen, uns anschließend wieder abgeholt und uns noch bis zum Rio Sul (Büroturm & Einkaufszentrum) gefahren...der Geruch der Bremsen bei der Bergabfahrt ist mir allerdings bis heute noch gut im Gedächtnis geblieben – immerhin braucht man den Motor ja ausschließlich zur Fortbewegung ;).
Das Wochenende zuvor haben wir eine kleine Tour durch den „Centro“-Stadtteil unternommen. Touristisch sicher nicht so bekannt, wie Corcovado oder Zuckerhut (der hier übrigens Zuckerbrot - „Pao de Acucar“ - heisst), aber auch sehr sehenswert – besonders die kleinen Sträßchen im anschließenden Stadtteil „Lapa“, in denen am Wochenende die Stimmung und der Samba in alter Tradition hochkocht.
In Lapa liegt auch das „Rioscenarium“, in dem wir gestern abend gewesen sind. Antiquitätensammelsurium Kneipe, Restaurant, Theater, Livemusik, Club, ein was auch immer – so etwas habe ich bisher noch nicht gesehen. Muß man sich selbst versuchen ein Bild zu machen. http://www.rioscenarium.com.br/ Beeindruckend.
Bei all diesen Sehenswürdigkeiten und kulturellen „Highlights“ darf man natürlich nicht die ein oder andere Stunde am Strand von Ipanema vergessen, die man immer mal wieder dazwischen schieben kann…
…allerdings habe ich langsam das Gefühl, dass wenn in Deutschland die Kinder zum 18. Geburtstag einen Führerschein geschenkt bekommen, bekommen in den besseren Gegenden hier die Jungs ein Jahresabo für Fitnessstudio und Testosteronbehandlung und die Mädels zwei Körbchengrößen mehr… ;) - soviel "Kunst" am Menschen und insbesondere an der Damenwelt habe ich bisher noch nirgends sonst gesehen...
Nächstes Wochenende wird´s dafür dann etwas weniger „brasilianisch“ zugehen…um 7.00 Uhr am Samstag geht’s mit dem Bus los Richtung Interlagos/Sao Paulo zum letzten Rennen & Titelentscheidung der Formel 1…mit Sicherheit auch wieder einen Tagbucheintrag wert.
PS: Mittlerweile habe ich zwei weiter Umzüge hinter mir - zwar "nur" innerhalb der Appartementanlage - aber es hat sich gelohnt. Mein Appartment ist jetzt zweistöckig aufgeteilt und ich muß beim morgendlichen Aufwachen den Kopf maximal drehen, jedoch noch nicht einmal heben, um einen Blick auf den Strand zu genießen...
PPS: Auch die Brasilianer stellen die Uhr hin und her - seit diesem Wochenende sind´s noch 4 Stunden Zeitunterschied zwischen Rio und Deutschland :).
2 Kommentare:
ciao thomas,
nicht nur reden sondern auch mal fotos zeigen! die geschänke für die 18.jährigen damen würden mich schon interessieren.
gruß adam
ciao,
der balkanteller ist aber lange aktuell!
wann kommst du denn zum glühweintrinken?
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